Am Mittwoch, 21.02.2018 fand der erste Bürgerdialog im großen Sitzungssaal des Vaihinger Rathauses statt. Initiiert wurde Abend von der Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler Vaihingen.

Der Fraktionsvorsitzende Eberhard Zucker konnte zahlreiche Besucher begrüßen.
Er wies darauf hin, dass bereits seit 2016, also lange vor dem Thema Enssleareal,  diese Idee „Bürgerdialog“ in der Gemeinderatsfraktion und in der Vorstandschaft diskutiert werde.
Man habe sich auf folgende Themenschwerpunkte verständigt: Stadtentwicklung, Migration/Integration, Hochwasser, ÖPNV und Nahversorgung der kleineren Stadtteile.
Einige Themen würden, so Eberhard Zucker, neben der allgemeinen Gemeinderatsarbeit immer stärker in den Fokus rücken.

Die Freien Wähler wollen mit den Bürgern ins Gespräch kommen und das Interesse an der Kommunalpolitik wecken.
Eberhard Zucker legte Wert auf den Hinweis, dass kommunalpolitisches Interesse weit über die unmittelbare Betroffenheit hinausgehen. Wichtig wäre eine Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger auf  allgemeine Aufgaben und auf das Allgemeinwohl, denn Vaihingen sei eine Flächenstadt mit acht Stadtteilen.

Ziel des Bürgerdialogs sei es natürlich auch, Wünsche, Vorstellungen und Anregungen aus der Bürgerschaft zu erhalten.
Es wäre gut, wenn Argumente aus der Bürgerschaft in die Gemeinderatsarbeit einfließen könnten.
Ebenfalls ein Ziel dieser Bürgerdialoge sei es, die FREIEN WÄHLER und ihr Wirken in der Kommunalpolitik in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu bringen.

Er erinnerte an seine Rede zum Haushalt 2013, die auch unter dem Motto „Quo vadis Vaihingen“ stand und in der er auch auf folgende Punkte Bezug genommen hat: Schlafstadt oder Stadt zum Leben, Einkaufsmöglichkeiten, Wohnraum, Möglichkeiten für jüngere Leute, Bahnhofsnähe.
Im Anschluss gab Herr Oberbürgermeister Gerd Maisch  einen Überblick, mit welchen Themen sich die Stadtentwicklung von Vaihingen beschäftigt.

Er stellte den Flächennutzungsplan sowie geplante Wohn- und Gewerbeflächen vor, Stand der Ortsumfahrung Enzweihingen B10, das Radroutenkonzept auf der WEG Trasse, Veränderungen in der Schullandschaft (Neubau auf dem Campus hinter der Stadthalle), Sporthalle und Kindergartenplanung, Zukunft von Schloss Kaltenstein, Trassenverlauf der neuen Nahwärmeleitung in der Innenstadt, Umgestaltung des  Adlerplatzes, sowie die geplante Entwicklung auf dem Enssle-Gelände und der Bewerbung um eine Landesgartenschau. Er erläuterte die Grundüberlegungen und  die sich daraus ergebenden Zielsetzungen, damit verbundenen Problematiken und den zeitlichen Rahmen der Verwirklichung.

In der sich daran anschließenden Diskussion stellten Bürgerinnen und Bürger ihre Sicht bestimmter Dinge dar, sie wiesen auf Probleme hin  und sie äußerten Wünsche und Anregungen.

Als wünschenswert wurde unter anderem die Erstellung eines Leitbildes für Vaihingen angeregt oder auch die Citta-Slow-Bewegung als Impulsgeber genannt.

Als direkte Anregung kam der Wunsch nach einem City-Bus, um die Topografie Vaihingens als Hindernis für die ältere Bevölkerung  auszugleichen, damit  Besorgungen in den Ortszentren wieder möglich werden.

Für die Gemeindefraktion der Freien Wähler war dies ein erster erfolgreicher Versuch, um mit den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten in direkten Dialog zu treten. Dies bedeutet für uns aber auch, das Thema Stadtentwicklung gemeinsam mit der Bevölkerung weiter zu diskutieren und dranzubleiben.

Am Ende dieses Abends wies Eberhard Zucker auf den nächsten Bürgerdialog am 27.April in Enzweihingen mit dem Thema „Migration und Integration“ hin.

 


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